März 20 2020

Anas Netflix-Serienabenteuer: The End of the Fucking World

Da auch unser Leben inzwischen von der Corona-Krise heimgesucht wurde, können wir zur Zeit nicht durch die Weltgeschichte reisen und euch davon berichten… 🙁

Momentan nutzen wir die Freizeit um Netflix zu malträtieren. 😛

Ich habe mich spontan dazu entschieden die Serie “The End of the Fucking World” auszuprobieren. Glücklicherweise handelt es sich um eine recht kurze Serie, denn schon die ersten Folgen zerrten an meinen Nerven. 😳

The End of the Fucking World
The End of the Fucking World

Die Serie besteht lediglich aus zwei Staffeln mit jeweils acht Folgen, die etwa 20 Minuten lang sind.

Sie basiert auf einer Comic-Reihe von Charles S. Forsman, die wir allerdings nicht kennen.

***Achtung*** ***Spoileralarm***

In der ersten Folge lernt man die zwei Hauptfiguren kennen und schon nach kurzer Zeit fragt man sich, warum man sich das angucken will. 😮

James ist ein 17-jähriger Schüler, der alleine mit seinem Vater wohnt. Seine Mutter hat sich umgebracht, als sie mit dem kleinen James unterwegs war. Seit dem fühlt James nichts mehr. Weder Freude, noch Trauer, noch Liebe oder Schmerz. Er ist völlig apathisch. Und um eventuell doch mal wieder etwas zu fühlen, beginnt er Tiere zu töten. Inzwischen ist die zeit reif und er möchte etwas Größeres töten. Dafür hat er seine relativ neue Mitschülerin Alyssa ausgesucht.

Diese hat ebenfalls kein leichtes Leben und geht damit ebenfalls ziemlich seltsam um. Sie beschimpft alles und jeden und ist überhaupt extrem gereizt, genervt und direkt. Schon nach kurzer Zeit geht einem Alyssa auf die Nerven und man ersehnt fast schon den Moment, in dem James sie zum Schweigen bringt.

Allerdings hat die Geschichte für die beiden einen anderen Verlauf vorgesehen…

Alyssa und James reden miteinander und versuchen sich in den jeweils anderen zu verlieben. Für James ist das schwierig, denn er fühlt einfach nichts und Alyssa will anscheinend einfach nur mal Sex haben.

Kurzerhand beschließen die beiden das Auto von James Vater zu klauen und wegzufahren. Auf diesem Roadtrip brechen sie in ein Haus ein, ermorden den Eigentümer, überfallen eine Tankstelle, schrotten das Auto und landen schließlich bei Alyssas Vater, der ihnen Unterschlupf gewährt – ohne von all dem eine Ahnung zu haben. Während all dieser Geschehnisse wird James klar, dass er anfängt wieder etwas zu fühlen – nämlich vor allem, dass er Alyssa liebt und sie für sich haben will. Nachdem er den Hausbesitzer erstochen hat, ist ihm auch klar, dass er keinen weiteren Menschen mehr töten möchte. Alyssa hingegen wird immer abweisender und verletzender. Doch auch ihr wird klar, dass zwischen ihr und James eine Verbindung entstanden ist.

Mittlerweile ist die Polizei den beiden auf die Schliche gekommen: Alyssa wird verhaftet und Staffel 1 endet mit einem ziemlichen Cliffhanger: James wird angeschossen und liegt blutend am Strand.

In Staffel 2 wird zunächst ein neuer Charakter eingeführt: Bonnie. Bonnie ist Studentin und wird von ihrem Professor zu sich eingeladen und sie verliebt sich in ihn. Seltsamerweise darf sie ihn aber nur zu bestimmten Zeiten besuchen. Wie sie herausfindet, gibt es da nämlich noch ein anderes Mädchen, das er datet. Bonnie lauert ihr auf und überfährt sie. Während sie ihre Strafe im Gefängnis absitzt, erfährt sie, dass James und Alyssa die Hauptverdächtigen für den Mord des Professors sind und beschließt Rache zu nehmen.

Als sie entlassen wird, macht sie sich auf die Suche und wird fündig:

Aylssa glaubt lange James wäre gestorben, erhält aber dann einen unmissverständlichen Brief, dass er sie für all das Geschehene verantwortlich macht und sie nie wieder sehen will. Ihre Mutter trennt sich von ihrem neuen Mann und sie ziehen zu einer Tante. Dort beschließt Alyssa den Nächstbesten zu heiraten.

James liegt unterdessen lange im Krankenhaus und erholt sich von der schweren Schussverletzung und muss neu laufen lernen. Sein Vater ist ihm dabei eine große Hilfe. Umso mehr trifft es ihn, als sein Vater plötzlich an einem Herzinfarkt stirbt. Von da an trägt er seine Urne ständig bei sich und wohnt in seinem Auto. Als er einen Brief mit einer Patrone erhält, auf der seine Name steht, beschließt er Alyssa zu suchen. Er beschattet sie eine ganze Weile, bis sie sich schließlich treffen.

Beide sind von Gefühlen überwältigt, sind aber nicht bereit diese zuzulassen.

Am Tag ihrer Hochzeit flüchtet Alyssa von ihrer Feier und wieder fährt James mit ihr davon. Unterwegs stoßen sie auf Bonnie, die sich als harmlose Anhalterin darstellt.

Während ihres neuerlichen Roadtrips erschießt Bonnie versehentlich einen Motelbesitzer und Alyssa und James kommen sich wieder etwas näher. Ihnen wird langsam klar, dass mit Bonnie irgendwas nicht stimmt.

Letztendlich wird Bonnie verhaftet, Alyssa trennt sich von ihrem Mann und die beiden gestehen sich ihre Liebe.

 

An sich fand ich die Story interessant und abwechslungsreich. Nur Alyssas Charakter war extrem anstrengend. Ich habe noch nie jemanden so oft die Augen verdrehen sehen… Ständig wusste sie alles besser, war genervt und pampig. Vermutlich war der Charakter einfach extrem überzogen dargestellt. Auch die Dialoge waren mitunter nicht sehr einfallsreich. Die meistgenutzten Wörter waren wohl “okay”, “Was?”, “Scheiße” und “Danke”. Wer sich anspruchsvolle Unterhaltung wünscht, sollte diese Serie nicht anfangen. Für’s nebenbei Berieselnlassen ist sie okay. Hätte sie mehr und längere Folgen, hätte ich vermutlich zwischendurch aufgehört, aber ich wollte dann doch wissen wie all das endet. 😳

Augrund meiner Erzählungen hat Ronnie beschlossen, dass er die Serie nicht gucken muss. 😀

Was uns überrascht ist, dass es sogar einen Soundtrack gibt. 😯 Die Musik war nämlich eher auf Oldies gemacht, aber eigentlich ganz nett. Der Interpret scheint Graham Coxon zu sein.

Hier gibt es eine Liste aller anderen Songs. Der Titelsong “Laughing on the Outside” stammt von Bernadette Carroll.

März 11 2020

Pandas allein unterwegs – Ein Besuch in der Glücks Waffel

Heute berichten wir über einen getrennten Ausflug zum gleichen Ziel. Denn am 29. Februar war Ana dort und ich am 11. März. 🙂

Da Ana in Braunschweig eine Studienfreudin besuchte, ist sie mit dieser dort eingekehrt, um Waffeln zu essen. Und weil es ihr so gut gefiel, hat sie mir empfohlen dort auch einmal essen zu gehen, weil ich kurz danach in Braunschweig zu einem Lehrgang musste.

So besuchten wir beide getrennt voneinander die “Glücks Waffel” in Braunschweig.

Die recht gemütlich eingerichtete Lokalität liegt im Zentrum von Braunschweig, nur einen kurzen Fußmarsch von den Schloss Arkaden entfernt. Man steht beim Eintreten direkt an der Theke, an der Panda sich die Zusammenstellung seiner Waffel aussuchen kann. Es werden eine Soße, zwei Früchte und ein Topping in die gefaltete Waffel gefüllt, dann wählt man Streusel, die drüber gestreut werden.

Ana wählte für ihre Waffel Waldfruchtsauce, Heidelbeeren, Himbeeren, weißen Duplo und Kokosraspeln. Ich entschied mich für Apfelmus, Kiwi, Ananas, Rafaello und ebenfalls Kokosraspeln.

Da die Waffeln frisch zubereitet werden, hausgemacht sind und nur 5€ pro Waffel kosten, werden wir hier wohl bei weiteren Besuchen in Braunschweig wieder einkehren. 😉

Februar 18 2020

Kleine Bärchen, großes Futter! – Pandas im Enjoy Live

Da wir aufgrund eines Termins heute lange unterwegs waren und natürlich etwas essen mussten, statteten wir dem XXXXL Restaurant Enjoy Live in Lübeck einen Besuch ab.

Bereits am Eingang wurde damit geworben, dass es von ProSieben und Vox als eines der besten XXL Restaurants in Deutschland gekürt wurde! 😮

Wir gingen hinein und die Treppe nach oben. Dort traten wir in ein amerikanisch anmutendes Restaurant mit Bar, Fernsehern und Spielecke. Wir nahmen in einer gemütlichen zwei Bärchen-Nische Platz und bekamen von der freundlichen Bedienung bald darauf auch schon die Speisekarte gereicht.

Es dauerte einige Zeit, doch dann hatten wir uns entschieden. Ana wählte die Smokehouse Pork Ribs mit Coleslaw und Salsa Dip. Jedoch wählte sie statt des Salsa Dips eine Sour Cream. Dazu gab es einen Maracujasaft. Ich wählte das Scatterling Pork Steak mit Kräuterbutter, Bratkartoffeln, Zwiebeln und Champignons, als Getränk gab es eine Spezi.

Während wir warteten, schauten wir uns ein wenig um und entdeckten dabei das Modell eines XXXXL Burgers. Wir waren sehr froh, dass wir so einen nicht bestellt hatten! 😯 Zudem sah er von unserem Platz irgendwie unansehnlich aus. 😮

Dann kam auch schon bald unser Essen und wir stillten gierig unseren Hunger.

Ich war sofort begeistert von meinem Essen! Ana fand ihre Ribs erst etwas zäh, allerdings war es nur das erste Rippchen. Danach war auch sie sehr angetan. Jedoch war ihre Portion etwas zu groß, weshalb ich helfend einspringen musste. 😉 Wie sich etwas später herausstellte, war die Rippchenglasur wohl nicht für zarte Pandamägen gemacht, denn meine Ana hatte damit schwer zu kämpfen. 🙁

Da wir beide nach dem Hauptgericht bereits beide pappsatt waren, entschieden wir uns gegen einen Nachtisch und kullerten kugelrund nach Hause.

Weil wir noch keinen Nachtisch probiert haben und uns das Essen gut geschmeckt hat, werden wir bestimmt noch einmal wieder kommen. 🙂

Februar 14 2020

Liebe geht durch den Magen! – Pandas Valentinsessen

Da auch Pandas den Valentinstag feiern, hatten wir uns für den heutigen Abend einen Tisch im Landhaus Holsteiner Stuben reserviert. Als wir dort ankamen, mussten wir erst einmal kurz die Äuglein reiben, denn fast alle Parkplätze waren belegt. 😯

Trotzdem gingen wir, nachdem wir noch ein Plätzchen für unser Gefährt entdeckt hatten, hinein. Dort stellten wir erleichtert fest, dass es sich bei den ganzen Autos scheinbar um eine Familienfeier handelte. 😉

Recht schnell saßen wir an unserem Tisch und schauten durch die übersichtliche Speisekarte. Ein paar Minuten später war auch schon klar, was wir bestellen wollten. Ana wählte den Zander im Speckmantel mit Bratkartoffeln, Rahmwirsing und geschmolzener Butter. Dazu trank sie ein Bitter Lemon. Ich wählte ein Monatsspezial: halbe Ente mit Rotkohl, Apfelkompott und Petersilienkartoffeln in Rahmsauce. Als Getränk bestellte ich ein Spezi.

Bevor unser eigentliches Essen kam, gab es noch zweierlei Brot mit Zwiebelschmalz und Kräuterquark. Sehr lecker!

Zweierlei Brot mit Zwiebelschmalz und Kräuterquark
Zweierlei Brot mit Zwiebelschmalz und Kräuterquark

Kurze Zeit später kam dann auch unser Hauptgang, den wir beide sehr lecker fanden!

Nachdem wir gegessen hatten, waren wir zwar schon gut satt, aber für eine der leckeren Nachspeisen fanden wir doch noch Platz. 😉 So bestellte Ana sich eine Cremè Brûlée mit Vanilleeis und Kirschkompott, während ich das Ananas Carpaccio mit Walnusseis wählte.

Auch der Nachtisch schmeckte uns sehr gut, weswegen wir bestimmt wieder kommen werden. 🙂

Februar 10 2020

Pandas Filmenttäuschung des Jahres – Millennium 4: Verschwörung

Zu Weihnachten bekamen wir den vierten Teil der Millennium-Reihe “Verschwörung” geschenkt und nachdem wir das Buch vor Kurzem gelesen hatten, fieberten wir dem Filmabend sehnlichst entgegen.

"Verschwörung" auf DVD
“Verschwörung” auf DVD

Heute war es endlich soweit und wir schauten uns die Buchverfilmung an. Doch leider war die Enttäuschung, ob dieses faden Ami-Actionthrillers, grenzenlos. 😥

Doch zunächst zurück zum Anfang: Der schwedische Autor Stieg Larsson schrieb an einer Buchserie, die die heutige Gesellschaft kritisieren sollte. Vor allem bezieht er sich hier natürlich auf Schweden, aber es ist wohl ein weltweites Abbild geworden: Rassismus, Gewalt gegen Frauen, Missbrauch, Gewalt, skrupellose Gangs und Untergrundorganisationen – aber auch korrupte Sicherheitsorganisationen oder Polizei. Leider konnte Stieg Larsson am durchschlagenden Erfolg dieser (zunächst) Trilogie nicht mehr teilhaben, denn er verstarb vor der Veröffentlichung. In seinem Nachlass fand man Manuskripte für weitere Bände der Millennium-Reihe, er hatte sie auf zehn Exemplare angelegt. Zunächst entschieden sich seine Angehörigen gegen eine Fortführung, doch schließlich wählten sie den ebenfalls schwedischen Autor David Lagercrantz aus, um die Serie zu vervollständigen.

Es erschien “Verschwörung” als vierter Band. Trotz aller Kritik, sind wir von dem Buch in den Bann gezogen worden. Es ist unglaublich gut geschrieben und man kann es kaum noch aus den Pfoten legen! Zwar sind sehr viele Informationen enthalten, weshalb einem manchmal der Kopf raucht, aber die Story ist sehr spannend! 🙂 Für uns ist es ein absolut würdiger Nachfolger.

Die Stories leben vor allem durch die Hauptfiguren Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist. In diesem Buch richtet sich der Fokus auf Lisbeths düstere Vergangenheit, da sie von ihr eingeholt wird: in Form ihrer totgeglaubten Zwillingsschwester Camilla. Dass Lisbeth eine Schwester hat weiß nur eine einzige außenstehende Person. Nämlich ihr ehemaliger Vormund Holger Palmgren, der Lisbeth sehr ans Herz gewachsen ist und einem Familienersatz gleichkommt. Obwohl Lisbeth nur sehr selten Gefühle zeigt, kümmert sie sich nach einem Schlaganfall um seine Pflege und Therapie und besucht ihn regelmäßig.

Hier setzt bereits der erste Fauxpas der Verfilmung an: Die Figur des Holger Palmgren wurde komplett gestrichen! Er wird mit keinem Wort erwähnt… Dabei ist er für diese Story eine wichtige Schlüsselfigur. Eine emotionale Verbindung zu Lisbeth wurde bereits damit gekappt. Auch andere bekannte Figuren der vorherigen Teile wurden gestrichen. Nämlich insbesondere das Ermittlerteam der Polizei um Jan Bublanski und Sonja Modig.

Aber damit nicht genug… Im Buch geht es eigentlich um den Wissenschaftler Hans Balder, dem es gelungen sein soll, ein Programm zu entwickeln, dass sich zu einer Art Superintelligenz weiterentwickeln kann. Als er bemerkt, dass ihm dieses Programm vielleicht gestohlen wurde, engagiert er Lisbeth um einen Hack aufzuspüren und sie wird fündig. Die beiden freunden sich trotz Lisbeths Eigenarten ein wenig an und tauschen sich gelegentlich aus. Hans Balder bekommt es aufgrund des Hacks allmählich mit der Angst zu tun und beschließt, sich um eine andere wichtige Sache zu kümmern: seinen autistischen Sohn August, den er all die Jahre wegen seiner Arbeit vernachlässigt bei dessen Mutter und Stiefvater gelassen hat. August ist acht Jahre alt, hat bisher kein Wort gesprochen und seine Lieblingsbeschäftigung sind Puzzles und lange Zahlenfolgen. Jede Unregelmäßigkeit regt ihn so sehr auf, dass er beginnt sich selbst zu verletzen. Sein Vater holt ihn also aus heiterem Himmel bei seiner Mutter ab und er wohnt fortan bei ihm in einer großen Villa im Grünen. Eines Tages gehen die beiden spazieren und als sie wieder nach Hause kommen, fängt August an wie besessen zu zeichnen. Immer und immer wieder die gleiche Szene, aus unterschiedlichen Blickwinkeln, in einer Präzision wie sie nichtmal auf einem Foto festgehalten werden könnte: Es ist eine Straßenkreuzung, mit einer roten Ampel und ein Mann geht trotzdem über die Straße. Hans ist plötzlich besessen von der Vorstellung, dass sein Sohn hochbegabt sein könnte. Kurz darauf verdichtet sich jedoch seine Todesangst ins Unermessliche und er möchte mit dem Hack und seinen Forschungsergebnissen an die Öffentlichkeit. Mitten in der Nacht kontaktiert er Mikael Blomkvist und bittet ihn, schnellstmöglich für ein Interview zu ihm zu kommen. Mikael ist zwar überrascht, aber er sagt letztendlich zu. Leider kommt er zu spät, denn als er ankommt ist bereits ein Eindringling auf dem Grundstück und hat Hans Balder erschossen und den Laptop mitgenommen. August lässt der Mörder am Leben, da von ihm keine Gefahr auszugehen scheint. Wie sich später herausstellt, ein sehr großer Fehler, denn für die Polizei wird August zum wichtigsten Zeugen – nicht durch seine Aussage sondern weil er eine Zeichnung des Täters anfertigen könnte. Auf diese Idee kommt auch Lisbeth. Als sie erfährt, dass August in eine psychiatrische Klinik, zu niemand geringerem als Peter Teleborian, gebracht werden soll, beschließt sie August zu retten. An diesem Tag soll August nämlich eliminiert werden. Sie lässt sich mit dem Taxi zur Klinik fahren und kommt grade noch rechtzeitig um sich schützend vor August zu werfen und den tödlichen Schuss abzufangen, der sie in die Brust trifft. Sie schnappt sich August und steigt in das nächstbeste vorbeifahrende Auto. Durch Mikael und dessen Chefin Erika bekommt sie einen geheimen Unterschlupf in der schwedischen Einöde und versteckt sich dort mit August. Dieser fängt tatsächlich an zu zeichnen: ein Schachbrettmuster, immer und immer wieder – das Schlafzimmer in dem sein Vater erschossen wurde. Zusätzlich zeichnet er seinen Stiefvater und einen Freund, wie sie auf August einprügeln und ihn treten. Lisbeth ist entschlossen, sich an beiden zu rächen und August vor weiterem Leid zu beschützen. Am Ende gelingt es Lisbeth August zurück zu seiner Mutter und in eine gute Spezialklinik zu bringen. Und auch August muss klar gewesen sein, dass ihn etwas mit Lisbeth verbindet, denn durch sie spricht er die ersten Worte… eine herzzereißende Szene, die im Film ebenfalls nicht vorhanden ist.

Im Film ist August anscheinend zu Besuch bei seinem Vater, seine Mutter wohnt in Amerika. Er scheint an sich ein recht normaler Achtjähriger zu sein, der demzufolge auch spricht. Die Krankenhausszene war somit überflüssig und damit auch Lisbeths heldenhafte Rettungsaktion. Zeichnen konnte er auch nicht und überhaupt war die Mordszene seines Vaters anders. Augsut war kein Zeuge, viel mehr war Lisbeth während des Mordes dabei, aber ebenfalls als Opfer und holt sich dort ihre Schussverletzung, hier aber im Rücken. Scheinbar hat Lisbeth im Film überall geheime Unterschlüpfe wohin sie mit August flieht.

Hier ging im Film ein weiterer emotionaler Strang verloren…

Dafür wird im Film ihre Schwester Camilla benutzt um aus der Actionheldin Lisbeth eine emotionale Figur zu machen. Camilla gelingt es in einer Endszene doch tatsächlich Lisbeth Vorwürfe einzureden und sie zum Weinen zu bringen! Im Ernst: Lisbeth hasst ihre Schwester genauso wie Camilla Lisbeth hasst. Im Traum würde es Lisbeth nicht einfallen, um ihre Schwester zu trauern!

Auch die Anfangsszene von Lisbeth und ihrer Schwester im Kindesalter lässt ein flasches Bild erscheinen: Lisbeth, die ihre Schwester in den Fängen ihres Vaters zurücklässt, obwohl sie sich doch gut verstanden haben! Nein, Lisbeth und Camilla haben sich schon als Kinder nicht gut verstanden. Sie waren so unterschiedlich wie zweieiige Zwillinge nur sein können. Lisbeth war intelligent und unscheinbar, aber voller Hass und Gewalt. Camilla war wunderschön, überall beliebt, hatte ein riesiges Kontaktnetz, war aber nicht so schlau wie Lisbeth. Und Lisbeth konnte die Freude in ihren Augen aufglimmen sehen, wenn irgendwo Menschen leiden mussten. Das machte Lisbeth solche Angst, dass sie Camilla eines Tages ihre Fingernägel in den Unterarm rammte sodass das Fleisch in Fetzen herunterhing und Camilla schrie.

Leider ist die Figur der Camilla im Film nicht sehr authentisch besetzt. Wir wollen hier niemandem zu nahe treten, aber … schön ist wirklich anders! Da wäre bestimmt mehr drin gewesen…

Ein weiterer Aspekt wird im Film ebenfalls gänzlich außer Acht gelassen: Eins von Lisbeths wichtigsten Leitzielen ist es unerkannt zu bleiben. So ist es ihr tatsächlich gelungen ihre Wohnung so zu verheimlich, dass nur Mikael ihre Adresse kennt und diese niemlas verraten würde. Dies bezieht sich selbstverständlich auch auf jegliche Hackerangriffe. Lisbeth bleibt unerkannt, nur wenn sie absichtlich Spuren legt, kann sie gefunden werden. Auch in diesem Buch startet sie einen riskanten Angriff, auf die NSA persönlich. Denn die NSA ist in den Hackerangriff auf Hans Balder verwickelt und nun will sie ihnen eins auswischen, in dem sie in die dunkelsten Geheimnisse eintaucht. Lange geplant und gut vorbereitet, gelingt ihr das auch und kein einziges Warnsystem wird ausgelöst – erst als sie schon tief vorgedrungen ist, wird sie bemerkt. Um sie aufzuhalten ist es jedoch schon zu spät. So kann die NSA nur tatenlos und völlig überrumpelt zusehen. Der Sicherheitsbeauftragte Ed Needham fühlt sich persönlich angegriffen und beschließt den Hacker ausfindig zu machen. Was im Film nur zwei Mausklicks erfordert, dauert im Buch einige Tage und erfordert ein ganzes Team spezialisierter Hacker, die Lisbeths Angriff aufschlüsseln. Letztendlich gelingt es ihnen nur Lisbeth aufzuspüren, weil sie zur Oberliga gehört und nicht viele einen Hack der NSA riskieren würden: Lisbeth aber schon.

Ed wird im Buch als in die Jahre gekommener IT-Spezi beschrieben. Ein fettansetzender Bürohengst, der durch seine massige Erscheinung zwar furchteinflößend, aber nicht mehr allzu beweglich ist. Im Film ist er ein sportlicher Superagent – typisch Ami-Actionthriller eben… 🙄

Zudem wird im Film Lisbeths Wohnung in einem alten Fabrikgebäude schnell ausfindig gemacht und in die Luft gesprengt.

Hätte man Lisbeth ein wenig von ihrer Persönlichkeit und Anonymität lassen können? Und warum muss ihre riesige Luxuswohnung in bester Lage in ein Fabrikgebäude umgesiedelt werden? 😡 Es stellt sich des Öfteren die Frage, ob die Produzenten das Buch überhaupt mal gelesen haben! Natürlich ist eine Superheldin mit Motorrad viel cooler, aber Lisbeth hat ihr Motorrad nicht mehr! Sie fährt mit dem Taxi, öffentlichen Verkehrsmitteln oder “ausgeliehenen” Autos! Und auch wenn Lisbeth eine der besten Hackerinnen der Welt ist, hackt sie sich nicht in irgendwelche Autos und löst damit Unfälle aus – das ist viel zu kindisch… 🙄

Hat sich überhaupt mal jemand gefragt, warum Lisbeth, die sich nur von ungesundem Junkfood und Alkohol ernährt, falls sie überhaupt mal isst oder trinkt, so schlank, beweglich, stark und zäh ist? Das ist nur möglich, weil sie regelmäßig zum Boxtraining geht und zwar, im wahrsten Sinne des Wortes, bis zum Umfallen.

Im Buch gelingt es dem Geheimnetz um ihre Schwester Camilla nur, den Unterschlupf von Lisbeth und August ausfindig zu machen, weil sie einen Angestellten von Millennium als Geisel festnehmen. Eine Figur, die es im Film ebenfalls nicht gibt: Andrei Zander. Ein junger Journalist, der an die wahre und romantische Liebe glaubt und dem diese zum Verhängnis wird. Camilla klopft eines Abends an die Redaktionstür und Andrei ist sofort verzaubert. Doch leider wird er als Geisel genommen und gefoltert. Er ist Mikael und Millennium jedoch so ergeben, dass es lange dauert bis er Lisbeths Unterschlupf auffliegen lässt. Seine unerschütterliche Glaube an die Liebe kostet ihn das Leben. Millennium ist so erschüttert, dass ein sehr persönlicher Nachruf in der nächsten Ausgabe erscheint.

Während Andrei um sein Leben kämpft, fliegt Ed aus den USA nach Stockholm, um Lisbeth aufzuspüren. Nach einem ausführlichen Gespräch mit Mikael, erfährt er Lisbeths Adresse und trifft sich mit ihr. Ursprünglich hatte er vor sie umzubringen, doch er ist von der Ausführung ihres Hackangriffs auf sein NSA-System so fasziniert, dass er sie am Leben lässt. Ehre, wem Ehre gebührt.

Lisbeth hat bei ihrem Angriff auf die NSA eine geheime Datei gestohlen, sie ist jedoch so gut verschlüsselt, dass es selbst Lisbeth nicht gelingt, sie zu entschlüsseln. Sie ist aber auf der richtigen Spur. Der Schlüssel zum Erfolg scheint in der Primzahlzerlegung zu liegen.

Als sie mit August untertaucht, wird ihr schnell klar, dass August weit mehr kann als zu zeichnen. Große Zahlen scheinen seine Spezialität zu sein. Sie gibt ihm zunächst kleine Aufgaben, doch er macht keine Anstalten sie zu lösen. Sie erklärt ihm das Prinzip der Primzahlzerlegung und August hört ihr konzentriert zu. Sie gibt ihm erneut eine leichte Aufgabe und nach einiger Zeit schreibt er das Ergebnis auf ein Blatt Papier. Sie versucht es mit schwierigeren Aufgaben und er löst sie einfach im Kopf. Schließlich setzt sie ihn vor die verschlüsselte Datei, es passiert jedoch nichts. Als sie am nächsten Morgen von Camillas Bande aufgespürt und angegriffen werden, fällt Lisbeths Blick auf Augusts Zeichnungen auf dem Küchentisch und sie bemerkt eine Zahlenfolge, die zuvor nicht da war. August hat die Verschlüsselung in der Nacht geknackt und ihr die Lösung aufgeschrieben!

Vermutlich haben die Filmmacher sich gedacht, dass der gemeine Zuschauer von Primzahlzerlegungen und mathematischen Erkenntnissen keine Ahnung hat. Deshalb ist hier das Programm von Hans Balder mit einem Code verschlüsselt, der durch Sätze gelöst werden kann. August kennt die Lösung und spricht zwar ebenfalls von Primzahlzerlegung, aber das scheint doch ziemlich weit hergeholt zu sein…

Übrigens ging es im Film um ein Programm zu Raketensteuerung und nicht um eine neue Art der Intelligenz… Wahrscheinlich ebenfalls einleuchtender für den Kinobesucher. 🙄

Dabei ist es genau diese Intelligenz, die das Band von Lisbeth und Mikael neu belebt. Im Roman kommunizieren Mikael und Lisbeth über ein Dokument auf Mikaels Laptop. Lisbeth hat sich in den Laptop gehackt und wird so über jede Aktivität aufmerksam. Als Mikael von Hans Balders Projekt erfährt hinterlässt er ihr dort eine Botschaft: “Was halten wir von Balders künstlicher Intelligenz”? Und Lisbeth antwortet darauf. Nur durch diesen feinen neuen Draht, lässt Lisbeth sich schließlich von ihm helfen. Erst am Ende des Buchs stehen sich die beiden persönlich gegenüber: Lisbeth steht vor seiner Wohnungstür.

Im Film sieht es fast aus, als wäre zwischen beiden nie etwas vorgefallen. Lisbeth äußert zwar Kritik an seiner Millenniumausgabe über ihr Leben, aber das hält sie nicht davon ab, mit ihm ins Bett zu gehen.

So… Nun haben wir vermutlich die größten Schwachstellen des Films beleuchtet und es wohl nur allzu deutlich geworden, was wir von dieser Verfilmung halten. Würde man das Buch nicht kennen, wäre der Film vermutlich in Ordnung, obwohl es ihm an Tiefgang fehlt. Leider könnte man ihn auch ohne jegliche Vorkenntnisse der vorherigen Teile gucken, er ist völlig zusammenhangslos. Manche Personen exisitieren ja nicht mal mehr…

Es stellt sich hier wirklich die Frage, was sich die Produzenten dabei bloß gedacht haben! Weil das Buch so viel Kritiken geerntet hat, muss unser Film das unbedingt toppen? Na, das ist ihnen wohl gelungen!

Warum konnte nicht das schwedische Fimteam von damals auch dieses Buch verfilmen? 🙁 Und warum hätte man nicht zumindest die Locations gleich lassen können? Es ist einfach viel zu viel anders…

Auch wenn es uns sehr traurig stimmt, ein Loch in unsere Filmologie zu reißen, können wir diesen Film einfach nicht behalten! Wir hoffen, dass der nächste Teil besser wird und vielleicht ist ja wie bei “Verblendung” eine zweite Verfilmung möglich. Es wäre wirklich sehr wünschenswert…

Februar 8 2020

Pandas kulinarisch unterwegs – Essen in der Cafe & Bar Celona

Schon lange hatten wir uns vorgenommen, mal im Cafe & Bar Celona in Lübeck essen zu gehen. Heute war es endlich soweit! Das sonnige Wetter lockte uns aus dem Haus und wir fuhren zu dem Restaurant direkt am Hafen.

Cafe & Bar Celona
Cafe & Bar Celona

Wie wir feststellten, gibt es am Wochenende bis 14:00 Uhr Frühstücksbuffet und es war sehr viel los. Der Lärm überrollte uns bereits am Eingang. 😯 Trotzdem wollten wir jetzt nicht die Flucht ergreifen und bekamen einen kleinen Zweiertisch in der Nähe der großen Panormafenster zugewiesen. Erschrocken stellten wir fest, dass die Stühle schon ihre Glanzzeiten hinter sich hatten, ließen uns aber doch niedersinken. 😉

Das Angebot war groß und vielfältig, weshalb wir doch eine Weile brauchten, um uns zu entscheiden. Ronnie entschied sich für Kartoffelpüree schwedische Art: überbackenes Kartoffelpüree mit Hackfleischbällchen, Rahmsauce und Röstzwiebeln sowie einen Captain Kiwi. Ich entschied mich für die Pasta Gamba und einen hausgemachten Brombeer-Grapefruit-Eistee. Mein Eistee schmeckte leider extrem künstlich und Ronnies Cocktail war leider etwas wässrig. Das Essen ließ ein Weilchen auf sich warten, aber da der Lärmpegel etwas weniger wurde und die Aussicht auf den Hafen wirklich schön war, konnten wir das verschmerzen. 🙂

Ronnie war von seinem Auflauf sehr angetan, nur waren die Preiselbeeren aus und er bekam stattdessen eine Erdbeer-Mango-Marmelade dazu. 😮 Mein Essen schmeckte ebenfalls lecker, doch leider war es höchstens lauwarm. 🙁 Vermutlich hat Ronnies Auflauf einfach länger gedauert und mein Essen kühlte bereits in der Küche aus…

Wo wir schonmal da waren, musste auch noch ein Nachtisch her, denn das Angebot war sehr verlockend! 😳

Also bestellte Ronnie sich einen Blue York Cheesecake: ein großer Eisbecher mit Sahne, Coockiecrumble,Vanille- und Dulce de Leche-Eis sowie einer unglaublich leckeren Cheesecakecream mit Heidelbeerpüree. Wohingegen ich das Mousse au chocolat mit Schokocrumble wählte. :mrgreen:

Auch wenn wir nicht 100%ig zufrieden waren, überzeugte uns der Gesamteindruck dennoch und wir werden mit Sicherheit noch öfter kommen, um uns durch die Speisekarte zu futtern! 😳

Januar 28 2020

Pandas Serienmarathon – Reign

Über die Feiertage hinweg hatten wir endlich mal Zeit eine komplette Serie zu gucken. Wir entschieden uns für “Reign“, da diese bereits abgeschlossen und auf Netflix verfügbar ist. 😉

 

Logo von Reign
Logo von Reign

 

Hier zunächst ein paar Fakten:

Die Serie besteht aus vier Staffeln mit insgesamt 78 Episoden die jeweils ca. 45 Minuten laufen. Ausgestrahlt wurde die Serie von 2014 bis 2017. Das Genre würden wir als Kostümdrama betiteln. Leider gibt es in Deutschland nur die erste Staffel auf DVD zu kaufen und diese hat eine FSK Einstufung von 16 Jahren.

Sucht man im Internet nach einer Beschreibung der Serie, heißt es dort zumeist, dass es um das Leben der jungen Mary Stuart am französischen Hof geht. Das passt unserer Meinung nach nicht hundertprozentig. Denn eigentlich ist in der Serie nahezu ihr ganzes Leben dargestellt…Man merkt in der letzten Staffel jedoch, dass die Serie eingestellt wurde und am Ende extrem viel gekürzt wurde, um noch ein “akzeptables” Ende zu konstruieren. 🙁

Da es offensichtlich um eine Serie geht, die in Schottland und Frankreich spielt, sollte man annehmen, dass auch hier gedreht wurde. Dem ist aber nicht so. Die Serie wurde nahezu komplett in Toronto in Kanda gedreht. Ausnahme ist die Pilotfolge, die in Irland gedreht wurde. Ashford Castle scheint hierbei das Vorbild des französischen Schlosses zu sein. Und wir hatten uns schon gewundert, dass ein französisches Schloss so trist, düster und klobig aussieht. :O Das ist wohl auch der Grund, warum zwar in der Serie immer wieder vom Louvre in Paris und vom Schloss Chambord gesprochen wird, aber nie eine Szene dort gezeigt wird. Vermutlich sind die Gebäude einfach viel zu bekannt. Immerhin beherbergt die Burg inzwischen ein Hotel, sodass man sich hier wie Mary fühlen könnte. 😉

Ob es hilfreich war, dass wir bereits die Serie “Tudors” oder einen Teil der “Medici” gesehen hatten, ist schwer zu sagen, aber immerhin kannte man so ein paar Familienbande schon. Zudem sind zwei der Tudor-Schauspieler auch in Reign vertreten.

Aber zurück zum Anfang… Worum geht es nun eigentlich?

Wie schon gesagt, ist die Serie eine Art verfilmte Biografie der schottischen Königin Mary Stuart und spielt demnach  im 16. Jahrhundert.

Die Serie setzt bei der 15-jährigen Mary ein, die ihre letzten Lebensjahre zum Schutz vor Attentätern in einem Kloster gelebt hat. Doch als diese ihr auf die Schliche kommen, wird sie wieder zurück zu ihrem Verlobten Francis an den französischen Hof gebracht. Dort hat sie bereits ihre Kindheit mit ihm gemeinsam verbracht und die Serie wird immer mal wieder von einigen ihrer gegenseitigen Kindheitserinnerungen durchzogen.

Francis und Mary nähern sich nach den Jahren der Trennung schnell wieder an und verlieben sich ineinander. Leider wird die ersehnte Hochzeit immer wieder durch Intrigen und vor allem durch das französische Königspaar verschoben. Die Königin Catherine de’ Medici befürchtet, dass ihr geliebter Sohn Francis durch die Hochzeit mit Mary einen frühen Todes sterben muss und tut alles um eine Vermählung zu verhindern. Durch die ständige  Enttäuschung driften die beiden Verlobten schnell auseinander und suchen Flucht in den Armen eines anderen Partners…

Was bei Männern scheinbar normal war, aber für angehende Königinnen doch etwas fragwürdig erscheint. 😯

Wie scheinbar für dieses Genre üblich, bleiben auch hier die Erotikszenen nicht aus. Allerdings sind diese im Vergleich zu anderen Serien relativ seriös und mit einer angemessenen Art von Freizügigkeit verbunden.

Trotzdem bleibt die ständige Rumtreiberei der Damenwelt immer im Fokus. Sei es die schottische Königin selbst, eine der Bediensteten – um zur hochangesehenen Mätresse aufzusteigen, eine von Marys Hofdamen oder im späteren Verlauf der Serie gar die englische Königin Elizabeth I. Dies scheint wohl der Dramatik der Serie zuschiebbar zu sein. Dass die Unschuld all dieser Frauen in Realität einfach so von ihnen selbst befleckt werden wollte, ist fast nicht vorstellbar. Und wie konnte eine Königin überhaupt erfolgreich die erste Ehe vor Zeugen vollziehen, wenn sie schon zuvor entjungfert wurde? 😮 Von solchen Tricks ist in der Serie nie die Rede. Auch dass ausgerechnet einige Frauen niederer Herkunft wissen, wie man eine Schwangerschaft unterbindet, aber hochgeborene Frauen und Männer nicht, ist etwas merkwürdig.

Aber dies soll hier nicht weiter Thema sein. 😳

Die FSK 16 Einstufung ist unserer Meinung nach eher den zahlreichen, teils sehr blutrünstigen und gewalttätigen, Morden zuzuschreiben. In der ersten Staffel treibt ein Mensch mit spitz zugefeilten Zähnen sein Unwesen und verlangt unter anderem auch Mary als Blutopfer. Auch der königliche Hof selbst ist alles andere als unschuldig und viele Nebenfiguren finden ein gar schauriges Ende. 😯

Höhepunkt der ersten Staffel ist dann aber letztendlich doch die Hochzeit von Mary und Francis und die kurz darauf folgende Krönung von Francis.

Das Glück der beiden währt jedoch nicht lange, denn Mary bringt einfach keinen Thronerben zur Welt und das Bündnis der beiden Länder steht immer wieder auf Messers Schneide. Die Ehe währt nur zwei Jahre, denn die Prophezeihung von Nostradamus bewährt sich und Francis stirbt bei einem Attentat, weil er versucht Mary zu beschützen… 🙁

Hier weicht die Serie erheblich von der Biografie ab, denn Francis ist sein ganzes Leben über schwächlich gewesen und erlag (wenn man den Quellen glauben kann) den Folgen einer Ohreninfektion. In der Serie wird nie von seiner schlechten Konstitution gesprochen – erst als er im Sterben liegt ist das plötzlich Thema. Durch eine Heilerin wird er durch Zauberhand wieder zum Leben erweckt und freut sich bester Gesundheit – bis zum erwähnten Attentat.

Als Mary dann sehr früh zur Witwe wird und einige Zeit in Trauer versunken ist, beginnt sie mit der englischen Königin Elizabeth I. einen Wettstreit, wer zuerst und besser heiratet. Denn beide wollen den englischen Thron (möglichst katholisch) beanspruchen – und damit auch Schottland regieren. Während Elizabeth sich nach einigen Fehlversuchen für das ewige Singleleben entscheidet, kehrt Mary nach Schottland auf ihren rechtäßigen Thron zurück und heiratet Lord Darnley, mit dem sie einen Sohn bekommt – den sie nach ihrem Halbbruder James benennt.

Die Ehe mit Darnley ist alles andere als glücklich, sodass Mary schon bald einen Mordkomplott schmiedet. Mit dem Tod von Lord Darnley endet die Serie dann sehr abrupt: Mary wird scheinbar mehrere Jahre gefangen gehalten, denn während sie immer noch strahlend jung aussieht, ist ihr Sohn plötzlich im besten Jugendalter und ihm zugunsten legt sie ihre Regentschaft nieder und er wird damit zum König Schottlands. Mary wird wegen Mordes angeklagt und schließlich geköpft…

Schade, wie wir finden, denn das Material hätte sicher noch für eine weitere Staffel gereicht. Mary hat nämlich nach der Ermordung von Lord Darnley noch ihren Geliebten Lord Bothwell geheiratet. Mit Sicherheit hätte man die letzten Folgen noch etwas mehr ausschmücken können. Wie wir sehen, war das ja auch mit der restlichen Biografie möglich. 😛

Insgesamt hat uns die Serie gut gefallen, denn sie war einfach spannend und mitreißend. Man durfte sich nur nicht mit der wirklichen Biografie der historischen Figuren oder anderen Hintergründen beschäftigen – denn dann kamen Fragen und Zweifel auf.

Übrigens ist die musikalische Inszenierung der Ballszenen wohl sehr den Charts zulasten gefallen. Es handelt sich nämlich um sehr bekannte Songs, die einfach durch ein entsprechendes Orchester ein historisches Gewand bekamen. 😮

Januar 15 2020

Zwei Pandas ermitteln – Black Stories: Das Spiel

Freunde haben uns vor Kurzem ein ausrangiertes Spiel angeboten: Black Stories – Das Spiel. Da wir Black Stories kennen und es uns gefällt, wollten wir das Spiel gerne testen. 🙂

Als wir vor ein paar Tagen Besuch hatten, bot sich dann endlich mal die Gelegenheit es auszuprobieren. Gesagt, getan – voller Erwartungen studierten wir die recht übersichtliche Spielanleitung und sofort hatten wir Fragezeichen über uns schwirren… Aber dazu gleich mehr.

Black Stories - Das Spiel
Black Stories – Das Spiel

Das Spiel von Moses kann mit 3-13 Spielern gespielt werden und die Länge ist beliebig regulierbar

Zum Spielumfang gehört ein Spielplan mit einem drehbaren Messer, ähnlich einem Glücksrad, zudem 100 Blutchips in einem schwarzen Samtbeutel, 100 Black Stories-Karten und 20 Zahlenkarten.

der Spielinhalt
der Spielinhalt

Es beginnt der Spieler, dem die schauerlichste Todesart einfiel. In unserem Fall war das unser Frauchen, mit der wir es uns wohl besser nicht verscherzen. 😯

Der Spieler der an der Reihe ist, dreht dann das Messer auf dem Spielplan und führt die angezeigte Aktion aus.

Folgende Aktionen stehen dabei zur Auswahl:

  • 3 Felder “Frisches Blut”: Das Messer wird nun nochmals gedreht und dabei wird auf die abgebildete rote Zahl auf dem zweiten Trefferfeld geachtet. Der Spieler erhält dann die angezeigte Zahl in Blutchips ausgezahlt.
    • Diese Aktion wurde bei uns nicht erdreht. Vermutlich hätte sie uns nur genervt, da das ziemlich den normalen Spielfluss stört…
  • 2 Felder “Gefängnis”: Analog zu “Frisches Blut” wird auch hier das Messer erneut gedreht. Nur dass hier die erdrehte Anzahl an Blutchips abgegeben werden muss.
    • Auch diese Aktion kam bei uns glücklicherweise nicht ins Spiel.
  • 2 Felder “Black Question”: Hierbei wird das übliche Black Stories gespielt. Der “Gebieter” zieht eine Storykarte und liest den Mitspielern die schaurige Geschichte vor. Nun müssen die Mitspieler erraten, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Der Gebieter darf dabei nur mit ja oder nein antworten. Befinden sich die Mitspieler zu sehr auf Abwegen, bleibt es ihm aber freigestellt großzügige Hilfen zu geben. Anders als beim normalen Spiel, verteilt der Gebieter am Ende der Raterunde Blutchips. Er selbst erhält 2 Chips, wenn die Spieler den tathergang erraten konnten. 5 weitere Chips können dann je nach Beteiligung beliebig aufgeteilt werden.
    • Für uns die liebste Aktion. Das macht einfach am meisten Spaß. Auf das beliebige Verteilen von Blutchips können wir ganz gut verzichten… Die Frage ist auch, was macht man mit 13 Spielern? Wie teilt man 5 Chips auf 12 beteiligte Mitspieler auf? 😕
  • 2 Felder “Black Phantom”: Eigentlich wie das nomale “Black Stories”, nur dass der Gebieter nicht reden darf, sondern alles pantomimisch darstellen muss.
    • Ja, es klingt genauso bescheuert, wie es dann auch war. Der Gebieter sitzt ratlos am Tisch und alles was er tut ist zu nicken, den Kopf zu schütteln, zu lachen oder verzweifelt aussehen. Denn wie soll er eine solche Mordszene (alleine!) darstellen?! 😕
  • 2 Felder “Black Sketch”: Auch dies ist eigentlich wie das normale “Black Stories”, nur dass hier der Gebieter anstatt zu reden, alles aufzeichnen soll. Er darf ebenfalls keine Zahlen oder Buchstaben aufzeichnen.
    • Ja, auch dies war ziemlich seltsam. Der Gebieter hat für “ja” ein Häkchen gezeichnet und für “nein” ein Kreuz. Alles andere ist dann dem künstlerischen Talent des Gebieters geschuldet – was bei uns doch sehr zu wünschen übrig ließ. 😯
  • 2 Felder “Black 13”: Hier wird angelehnt an “Black Jack” eine Runde um Blutchips gepokert. Ziel ist es möglichst nahe an die 13 heranzukommen. Der Einsatz wird aus dem eigenen Vorrat an Blutchips bezahlt, um den dann gespielt wird. Überschreitet man die 13, ist man sofort aus dem Spiel. Natürlich kann man auch aussteigen.
Black 13
Black 13

Ihr spielt so viele Runden wie ihr möchtet. Wer am Ende die meisten Blutchips gesammelt hat, hat gewonnen.

Für die, denen das Spiel doch gefällt, würden wir tatsächlich empfehlen in Teams gegeneinander zu spielen. So wird vermutlich das pantomimische Spiel etwas einfacher. 😉

Eine besonders degradierende Regel ist auch noch enthalten: Wer nämlich keine Blutchips mehr hat und Schulden machen muss, der darf wie ein Hund behandelt werden: Er muss die Getränke holen, den anderen die Füße küssen und schmerzverzerrt über sein Leid klagen. Dies war tatsächlich so unter unserer Würde, dass wir darauf direkt verzichtet haben. 🙄

Das Spiel lässt sich natürlich auch mit den normalen Black Stories-Karten spielen bzw. ergänzen.

Wie ihr vermutlich schon gemerkt habt, ist Black Stories – Das Spiel komplett durchgefallen. Wir konnten dieser Spielvariante überhaupt nichts abgewinnen und wissen nun auch, warum unsere Freunde es aussortiert haben. 😀 Wir bleiben dann doch lieber dem normalen Spiel treu und spielen ohne Blutchips und der Gleichen.

Januar 15 2020

Pandas angetäut – Essen im Restaurant Traveblick

Endlich schien mal wieder die Sonne und wir nutzten unseren letzten Urlaubstag um das Meer zu besuchen. 🙂

Wir fuhren mit unserem Besuch nach Travemünde und spazierten im Sonnenschein die Mole entlang. Als es Zeit für das Mittagessen wurde, besuchten wir das Restaurant Traveblick. Dieses befindet sich über zwei Etagen auf einem angetäuten Schiff.

Da das Oberdeck bereits voll belegt war, gingen wir ins Unterdeck. Dort nahmen wir den vordersten Tisch mit Blick auf die Trave. Da es der vorderste Tisch war, zog es uns ein wenig. Zum Glück targen wir ja noch den Winterpelz und so überstanden wir die Zeit trotzdem gut. 😉

Als wir das Restaurant betraten, dauerte es ein Weilchen bis wir begrüßt wurden und die Karten bekamen. Die scheinbar einzige Kellnerin an Board telefonierte nämlich.

Ich entschied mich schlussendlich für das indisch gebratene Rotbarschfilet mit einer fruchtigen Curryrahmsauce und Basmatireis. Ronnie wählte das Schnitel “Hamburger Art” mit Spiegeleiern und Bratkartoffeln und unser Besuch entschied sich für Labskaus. Bereits die Getränke ließen auf sich warten, kamen dann aber noch zeitnah. Unser Besuch und Ronnie hatten Glück, dass sie eine hausgemachte Hühnersuppe als Vorspeise bestellt hatten. Diese kam nach einiger Wartezeit und schmeckte ihnen sichtlich. Die Hauptgerichte ließen unterdessen auf sich warten und wir bekamen allmählich nicht nur unsäglichen Hunger sondern auch Zeitdruck, da unser Parkzettel ablief und wir noch einen Termin hatten. 🙁 Keine guten Voraussetzungen für ein gemütliches Mittagessen… Insgesamt warteten wir fast anderthalb Stunden, bis das Essen endlich kam. Leider war es dann auch nicht so toll wie erhofft. Ronnies Schnitzel war recht salzig, in meiner Fruchtsauce schwammen lediglich 5 Stückchen Obst sowie vier klebrige Cocktailkirschen und die Sauce schmeckte wässrig. 😥 Immerhin war der Besuch mit seinem Labskaus zufrieden.

Der nächste Schock kam dann mit der Rechnung, denn die war für die Qualität und die Wartezeit mehr als happig…

Hierher kommen wir nicht freiwillig nochmal… Schade, denn das Ambiente und die Panoramafenster waren echt schön. 🙁 Und auch die Entschuldigung der Kellnerin machte es nicht unbedingt besser…

Januar 13 2020

Pandas auf Entdeckungstour – Tief hinab und hoch hinaus!

Da wir unserem Besuch etwas bieten wollten, fuhren wir mit ihm nach Laboe an der Kieler Förde. Dort angekommen, wollten wir zunächst etwas zum Mittag essen. Allerdings hatten wir bereits 12:30 Uhr und bei fast allen Restaurants standen wir vor verschlossener Tür. 🙁 So kehrten wir notgedrungen in der Fischkiste ein.

Und erlebten eine sehr positive Überraschung. 😮 Zwar wirkte der Imbiss etwas klein, aber das Essen wurde frisch zubereitet und schmeckte hervorragend! Ana und ich wählten nach Durchschauen der recht übersichtlichen Speisekarte den Seelachs in Eihülle gebraten mit Bratkartoffeln, Sauce Hollondaise und Salat. Fisch, Bratkartoffeln und Salat schmeckten uns sehr gut! Lediglich die Sauce schmeckte, als habe sie einen Schuß Spüli abbekommen. 😯

Seelachs in Eihülle mit Bratkartoffeln und Salat
Seelachs in Eihülle mit Bratkartoffeln und Salat

Danach eilten wir, in der Hoffnung, vielleicht doch noch die Führung um 14:00 Uhr zu schaffen, zum U-Boot U995. Es teilt sich mit dem Marine Ehrenmal eine Kasse. An dieser erfuhren wir, dass die Führung heute ausgefallen war. 🙁 Nichtsdestotrotz statteten wir beiden Sehenswürdigkeiten einen Besuch ab.

Zuerst betraten wir das Technische Museum U995. Bei diesem handelt es sich um ein ausrangiertes U-Boot aus dem zweiten Weltkrieg, das 1972 zu einem Museumsschiff umfunktioniert wurde. Dabei kann der Besucher die enge Atmosphäre hautnah spüren.

Der Rundgang beginnt im Heck des Schiffes und führt dort vom Maschinenraum durch die Küche, die Offiziersquartiere, die Kommandobrücke, bis hin zu den Matrosenquartieren und den Torpedorohren. Ein sehr spannendes Erlebnis!

Da wir auch hier etwas unter Zeitdruck standen (um 16:00 schließen beide Attraktionen) tapsten wir nun zügigen Schrittes zum Marine-Ehrenmal. Dort wird den auf See Gebliebenen aller Nationen gedacht. Zudem gibt es Wissenswertes über die Flaggen der deutschen Marine und die Bundeswehr auf See zu erfahren. Auf dem Dach gibt es zudem eine Aussichtsplattform, von der aus man einen fantastischen Ausblick genießen kann!

Im Anschluss besuchten wir noch die Historische Halle. Dort gibt es viele Modelle von alten und aktuellen Schiffen. Wären sie nicht in Vitrienen gewesen, hätten sie sicher zum Spielen eingeladen. :mrgreen:

Zum Ausklang des Tages fuhren wir danach noch ins nahegelegene Schönberg, um im Hofladen im Kälberstall noch ein Stück Kuchen zu essen. Wir wissen schon lange von der Lokalität, waren aber leider noch nie dort, was wir heute bereuten! Denn die selbstgebackene Mandarinentorte die wir dort bekamen, war einfach fantastisch!

Mandarinentorte
Mandarinentorte

Alles in allem hatten wir einen sehr schönen Tag, den man gerne wiederholen kann. Vor allem der selbstgebackene Kuchen hat es uns angetan, weswegen wir den Hofladen im Kälberstall bestimmt noch öfter besuchen werden. :mrgreen: