Februar 10 2020

Pandas Filmenttäuschung des Jahres – Millennium 4: Verschwörung

Zu Weihnachten bekamen wir den vierten Teil der Millennium-Reihe “Verschwörung” geschenkt und nachdem wir das Buch vor Kurzem gelesen hatten, fieberten wir dem Filmabend sehnlichst entgegen.

"Verschwörung" auf DVD
“Verschwörung” auf DVD

Heute war es endlich soweit und wir schauten uns die Buchverfilmung an. Doch leider war die Enttäuschung, ob dieses faden Ami-Actionthrillers, grenzenlos. 😥

Doch zunächst zurück zum Anfang: Der schwedische Autor Stieg Larsson schrieb an einer Buchserie, die die heutige Gesellschaft kritisieren sollte. Vor allem bezieht er sich hier natürlich auf Schweden, aber es ist wohl ein weltweites Abbild geworden: Rassismus, Gewalt gegen Frauen, Missbrauch, Gewalt, skrupellose Gangs und Untergrundorganisationen – aber auch korrupte Sicherheitsorganisationen oder Polizei. Leider konnte Stieg Larsson am durchschlagenden Erfolg dieser (zunächst) Trilogie nicht mehr teilhaben, denn er verstarb vor der Veröffentlichung. In seinem Nachlass fand man Manuskripte für weitere Bände der Millennium-Reihe, er hatte sie auf zehn Exemplare angelegt. Zunächst entschieden sich seine Angehörigen gegen eine Fortführung, doch schließlich wählten sie den ebenfalls schwedischen Autor David Lagercrantz aus, um die Serie zu vervollständigen.

Es erschien “Verschwörung” als vierter Band. Trotz aller Kritik, sind wir von dem Buch in den Bann gezogen worden. Es ist unglaublich gut geschrieben und man kann es kaum noch aus den Pfoten legen! Zwar sind sehr viele Informationen enthalten, weshalb einem manchmal der Kopf raucht, aber die Story ist sehr spannend! 🙂 Für uns ist es ein absolut würdiger Nachfolger.

Die Stories leben vor allem durch die Hauptfiguren Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist. In diesem Buch richtet sich der Fokus auf Lisbeths düstere Vergangenheit, da sie von ihr eingeholt wird: in Form ihrer totgeglaubten Zwillingsschwester Camilla. Dass Lisbeth eine Schwester hat weiß nur eine einzige außenstehende Person. Nämlich ihr ehemaliger Vormund Holger Palmgren, der Lisbeth sehr ans Herz gewachsen ist und einem Familienersatz gleichkommt. Obwohl Lisbeth nur sehr selten Gefühle zeigt, kümmert sie sich nach einem Schlaganfall um seine Pflege und Therapie und besucht ihn regelmäßig.

Hier setzt bereits der erste Fauxpas der Verfilmung an: Die Figur des Holger Palmgren wurde komplett gestrichen! Er wird mit keinem Wort erwähnt… Dabei ist er für diese Story eine wichtige Schlüsselfigur. Eine emotionale Verbindung zu Lisbeth wurde bereits damit gekappt. Auch andere bekannte Figuren der vorherigen Teile wurden gestrichen. Nämlich insbesondere das Ermittlerteam der Polizei um Jan Bublanski und Sonja Modig.

Aber damit nicht genug… Im Buch geht es eigentlich um den Wissenschaftler Hans Balder, dem es gelungen sein soll, ein Programm zu entwickeln, dass sich zu einer Art Superintelligenz weiterentwickeln kann. Als er bemerkt, dass ihm dieses Programm vielleicht gestohlen wurde, engagiert er Lisbeth um einen Hack aufzuspüren und sie wird fündig. Die beiden freunden sich trotz Lisbeths Eigenarten ein wenig an und tauschen sich gelegentlich aus. Hans Balder bekommt es aufgrund des Hacks allmählich mit der Angst zu tun und beschließt, sich um eine andere wichtige Sache zu kümmern: seinen autistischen Sohn August, den er all die Jahre wegen seiner Arbeit vernachlässigt bei dessen Mutter und Stiefvater gelassen hat. August ist acht Jahre alt, hat bisher kein Wort gesprochen und seine Lieblingsbeschäftigung sind Puzzles und lange Zahlenfolgen. Jede Unregelmäßigkeit regt ihn so sehr auf, dass er beginnt sich selbst zu verletzen. Sein Vater holt ihn also aus heiterem Himmel bei seiner Mutter ab und er wohnt fortan bei ihm in einer großen Villa im Grünen. Eines Tages gehen die beiden spazieren und als sie wieder nach Hause kommen, fängt August an wie besessen zu zeichnen. Immer und immer wieder die gleiche Szene, aus unterschiedlichen Blickwinkeln, in einer Präzision wie sie nichtmal auf einem Foto festgehalten werden könnte: Es ist eine Straßenkreuzung, mit einer roten Ampel und ein Mann geht trotzdem über die Straße. Hans ist plötzlich besessen von der Vorstellung, dass sein Sohn hochbegabt sein könnte. Kurz darauf verdichtet sich jedoch seine Todesangst ins Unermessliche und er möchte mit dem Hack und seinen Forschungsergebnissen an die Öffentlichkeit. Mitten in der Nacht kontaktiert er Mikael Blomkvist und bittet ihn, schnellstmöglich für ein Interview zu ihm zu kommen. Mikael ist zwar überrascht, aber er sagt letztendlich zu. Leider kommt er zu spät, denn als er ankommt ist bereits ein Eindringling auf dem Grundstück und hat Hans Balder erschossen und den Laptop mitgenommen. August lässt der Mörder am Leben, da von ihm keine Gefahr auszugehen scheint. Wie sich später herausstellt, ein sehr großer Fehler, denn für die Polizei wird August zum wichtigsten Zeugen – nicht durch seine Aussage sondern weil er eine Zeichnung des Täters anfertigen könnte. Auf diese Idee kommt auch Lisbeth. Als sie erfährt, dass August in eine psychiatrische Klinik, zu niemand geringerem als Peter Teleborian, gebracht werden soll, beschließt sie August zu retten. An diesem Tag soll August nämlich eliminiert werden. Sie lässt sich mit dem Taxi zur Klinik fahren und kommt grade noch rechtzeitig um sich schützend vor August zu werfen und den tödlichen Schuss abzufangen, der sie in die Brust trifft. Sie schnappt sich August und steigt in das nächstbeste vorbeifahrende Auto. Durch Mikael und dessen Chefin Erika bekommt sie einen geheimen Unterschlupf in der schwedischen Einöde und versteckt sich dort mit August. Dieser fängt tatsächlich an zu zeichnen: ein Schachbrettmuster, immer und immer wieder – das Schlafzimmer in dem sein Vater erschossen wurde. Zusätzlich zeichnet er seinen Stiefvater und einen Freund, wie sie auf August einprügeln und ihn treten. Lisbeth ist entschlossen, sich an beiden zu rächen und August vor weiterem Leid zu beschützen. Am Ende gelingt es Lisbeth August zurück zu seiner Mutter und in eine gute Spezialklinik zu bringen. Und auch August muss klar gewesen sein, dass ihn etwas mit Lisbeth verbindet, denn durch sie spricht er die ersten Worte… eine herzzereißende Szene, die im Film ebenfalls nicht vorhanden ist.

Im Film ist August anscheinend zu Besuch bei seinem Vater, seine Mutter wohnt in Amerika. Er scheint an sich ein recht normaler Achtjähriger zu sein, der demzufolge auch spricht. Die Krankenhausszene war somit überflüssig und damit auch Lisbeths heldenhafte Rettungsaktion. Zeichnen konnte er auch nicht und überhaupt war die Mordszene seines Vaters anders. Augsut war kein Zeuge, viel mehr war Lisbeth während des Mordes dabei, aber ebenfalls als Opfer und holt sich dort ihre Schussverletzung, hier aber im Rücken. Scheinbar hat Lisbeth im Film überall geheime Unterschlüpfe wohin sie mit August flieht.

Hier ging im Film ein weiterer emotionaler Strang verloren…

Dafür wird im Film ihre Schwester Camilla benutzt um aus der Actionheldin Lisbeth eine emotionale Figur zu machen. Camilla gelingt es in einer Endszene doch tatsächlich Lisbeth Vorwürfe einzureden und sie zum Weinen zu bringen! Im Ernst: Lisbeth hasst ihre Schwester genauso wie Camilla Lisbeth hasst. Im Traum würde es Lisbeth nicht einfallen, um ihre Schwester zu trauern!

Auch die Anfangsszene von Lisbeth und ihrer Schwester im Kindesalter lässt ein flasches Bild erscheinen: Lisbeth, die ihre Schwester in den Fängen ihres Vaters zurücklässt, obwohl sie sich doch gut verstanden haben! Nein, Lisbeth und Camilla haben sich schon als Kinder nicht gut verstanden. Sie waren so unterschiedlich wie zweieiige Zwillinge nur sein können. Lisbeth war intelligent und unscheinbar, aber voller Hass und Gewalt. Camilla war wunderschön, überall beliebt, hatte ein riesiges Kontaktnetz, war aber nicht so schlau wie Lisbeth. Und Lisbeth konnte die Freude in ihren Augen aufglimmen sehen, wenn irgendwo Menschen leiden mussten. Das machte Lisbeth solche Angst, dass sie Camilla eines Tages ihre Fingernägel in den Unterarm rammte sodass das Fleisch in Fetzen herunterhing und Camilla schrie.

Leider ist die Figur der Camilla im Film nicht sehr authentisch besetzt. Wir wollen hier niemandem zu nahe treten, aber … schön ist wirklich anders! Da wäre bestimmt mehr drin gewesen…

Ein weiterer Aspekt wird im Film ebenfalls gänzlich außer Acht gelassen: Eins von Lisbeths wichtigsten Leitzielen ist es unerkannt zu bleiben. So ist es ihr tatsächlich gelungen ihre Wohnung so zu verheimlich, dass nur Mikael ihre Adresse kennt und diese niemlas verraten würde. Dies bezieht sich selbstverständlich auch auf jegliche Hackerangriffe. Lisbeth bleibt unerkannt, nur wenn sie absichtlich Spuren legt, kann sie gefunden werden. Auch in diesem Buch startet sie einen riskanten Angriff, auf die NSA persönlich. Denn die NSA ist in den Hackerangriff auf Hans Balder verwickelt und nun will sie ihnen eins auswischen, in dem sie in die dunkelsten Geheimnisse eintaucht. Lange geplant und gut vorbereitet, gelingt ihr das auch und kein einziges Warnsystem wird ausgelöst – erst als sie schon tief vorgedrungen ist, wird sie bemerkt. Um sie aufzuhalten ist es jedoch schon zu spät. So kann die NSA nur tatenlos und völlig überrumpelt zusehen. Der Sicherheitsbeauftragte Ed Needham fühlt sich persönlich angegriffen und beschließt den Hacker ausfindig zu machen. Was im Film nur zwei Mausklicks erfordert, dauert im Buch einige Tage und erfordert ein ganzes Team spezialisierter Hacker, die Lisbeths Angriff aufschlüsseln. Letztendlich gelingt es ihnen nur Lisbeth aufzuspüren, weil sie zur Oberliga gehört und nicht viele einen Hack der NSA riskieren würden: Lisbeth aber schon.

Ed wird im Buch als in die Jahre gekommener IT-Spezi beschrieben. Ein fettansetzender Bürohengst, der durch seine massige Erscheinung zwar furchteinflößend, aber nicht mehr allzu beweglich ist. Im Film ist er ein sportlicher Superagent – typisch Ami-Actionthriller eben… 🙄

Zudem wird im Film Lisbeths Wohnung in einem alten Fabrikgebäude schnell ausfindig gemacht und in die Luft gesprengt.

Hätte man Lisbeth ein wenig von ihrer Persönlichkeit und Anonymität lassen können? Und warum muss ihre riesige Luxuswohnung in bester Lage in ein Fabrikgebäude umgesiedelt werden? 😡 Es stellt sich des Öfteren die Frage, ob die Produzenten das Buch überhaupt mal gelesen haben! Natürlich ist eine Superheldin mit Motorrad viel cooler, aber Lisbeth hat ihr Motorrad nicht mehr! Sie fährt mit dem Taxi, öffentlichen Verkehrsmitteln oder “ausgeliehenen” Autos! Und auch wenn Lisbeth eine der besten Hackerinnen der Welt ist, hackt sie sich nicht in irgendwelche Autos und löst damit Unfälle aus – das ist viel zu kindisch… 🙄

Hat sich überhaupt mal jemand gefragt, warum Lisbeth, die sich nur von ungesundem Junkfood und Alkohol ernährt, falls sie überhaupt mal isst oder trinkt, so schlank, beweglich, stark und zäh ist? Das ist nur möglich, weil sie regelmäßig zum Boxtraining geht und zwar, im wahrsten Sinne des Wortes, bis zum Umfallen.

Im Buch gelingt es dem Geheimnetz um ihre Schwester Camilla nur, den Unterschlupf von Lisbeth und August ausfindig zu machen, weil sie einen Angestellten von Millennium als Geisel festnehmen. Eine Figur, die es im Film ebenfalls nicht gibt: Andrei Zander. Ein junger Journalist, der an die wahre und romantische Liebe glaubt und dem diese zum Verhängnis wird. Camilla klopft eines Abends an die Redaktionstür und Andrei ist sofort verzaubert. Doch leider wird er als Geisel genommen und gefoltert. Er ist Mikael und Millennium jedoch so ergeben, dass es lange dauert bis er Lisbeths Unterschlupf auffliegen lässt. Seine unerschütterliche Glaube an die Liebe kostet ihn das Leben. Millennium ist so erschüttert, dass ein sehr persönlicher Nachruf in der nächsten Ausgabe erscheint.

Während Andrei um sein Leben kämpft, fliegt Ed aus den USA nach Stockholm, um Lisbeth aufzuspüren. Nach einem ausführlichen Gespräch mit Mikael, erfährt er Lisbeths Adresse und trifft sich mit ihr. Ursprünglich hatte er vor sie umzubringen, doch er ist von der Ausführung ihres Hackangriffs auf sein NSA-System so fasziniert, dass er sie am Leben lässt. Ehre, wem Ehre gebührt.

Lisbeth hat bei ihrem Angriff auf die NSA eine geheime Datei gestohlen, sie ist jedoch so gut verschlüsselt, dass es selbst Lisbeth nicht gelingt, sie zu entschlüsseln. Sie ist aber auf der richtigen Spur. Der Schlüssel zum Erfolg scheint in der Primzahlzerlegung zu liegen.

Als sie mit August untertaucht, wird ihr schnell klar, dass August weit mehr kann als zu zeichnen. Große Zahlen scheinen seine Spezialität zu sein. Sie gibt ihm zunächst kleine Aufgaben, doch er macht keine Anstalten sie zu lösen. Sie erklärt ihm das Prinzip der Primzahlzerlegung und August hört ihr konzentriert zu. Sie gibt ihm erneut eine leichte Aufgabe und nach einiger Zeit schreibt er das Ergebnis auf ein Blatt Papier. Sie versucht es mit schwierigeren Aufgaben und er löst sie einfach im Kopf. Schließlich setzt sie ihn vor die verschlüsselte Datei, es passiert jedoch nichts. Als sie am nächsten Morgen von Camillas Bande aufgespürt und angegriffen werden, fällt Lisbeths Blick auf Augusts Zeichnungen auf dem Küchentisch und sie bemerkt eine Zahlenfolge, die zuvor nicht da war. August hat die Verschlüsselung in der Nacht geknackt und ihr die Lösung aufgeschrieben!

Vermutlich haben die Filmmacher sich gedacht, dass der gemeine Zuschauer von Primzahlzerlegungen und mathematischen Erkenntnissen keine Ahnung hat. Deshalb ist hier das Programm von Hans Balder mit einem Code verschlüsselt, der durch Sätze gelöst werden kann. August kennt die Lösung und spricht zwar ebenfalls von Primzahlzerlegung, aber das scheint doch ziemlich weit hergeholt zu sein…

Übrigens ging es im Film um ein Programm zu Raketensteuerung und nicht um eine neue Art der Intelligenz… Wahrscheinlich ebenfalls einleuchtender für den Kinobesucher. 🙄

Dabei ist es genau diese Intelligenz, die das Band von Lisbeth und Mikael neu belebt. Im Roman kommunizieren Mikael und Lisbeth über ein Dokument auf Mikaels Laptop. Lisbeth hat sich in den Laptop gehackt und wird so über jede Aktivität aufmerksam. Als Mikael von Hans Balders Projekt erfährt hinterlässt er ihr dort eine Botschaft: “Was halten wir von Balders künstlicher Intelligenz”? Und Lisbeth antwortet darauf. Nur durch diesen feinen neuen Draht, lässt Lisbeth sich schließlich von ihm helfen. Erst am Ende des Buchs stehen sich die beiden persönlich gegenüber: Lisbeth steht vor seiner Wohnungstür.

Im Film sieht es fast aus, als wäre zwischen beiden nie etwas vorgefallen. Lisbeth äußert zwar Kritik an seiner Millenniumausgabe über ihr Leben, aber das hält sie nicht davon ab, mit ihm ins Bett zu gehen.

So… Nun haben wir vermutlich die größten Schwachstellen des Films beleuchtet und es wohl nur allzu deutlich geworden, was wir von dieser Verfilmung halten. Würde man das Buch nicht kennen, wäre der Film vermutlich in Ordnung, obwohl es ihm an Tiefgang fehlt. Leider könnte man ihn auch ohne jegliche Vorkenntnisse der vorherigen Teile gucken, er ist völlig zusammenhangslos. Manche Personen exisitieren ja nicht mal mehr…

Es stellt sich hier wirklich die Frage, was sich die Produzenten dabei bloß gedacht haben! Weil das Buch so viel Kritiken geerntet hat, muss unser Film das unbedingt toppen? Na, das ist ihnen wohl gelungen!

Warum konnte nicht das schwedische Fimteam von damals auch dieses Buch verfilmen? 🙁 Und warum hätte man nicht zumindest die Locations gleich lassen können? Es ist einfach viel zu viel anders…

Auch wenn es uns sehr traurig stimmt, ein Loch in unsere Filmologie zu reißen, können wir diesen Film einfach nicht behalten! Wir hoffen, dass der nächste Teil besser wird und vielleicht ist ja wie bei “Verblendung” eine zweite Verfilmung möglich. Es wäre wirklich sehr wünschenswert…

Januar 13 2017

Zitate aus dem Buch Viral von Mella Dumont

Wie gewöhnlich folgt hier eine Sammlung von Zitaten aus dem Buch Viral von Mella Dumont.

  • Ein mit sinnlosem Text unterbrochenes Programm läuft nicht mehr.
    • Stefan zu Melissa (Position 961)
  • Was nicht umbringt, das macht härter.
    • Spruch von Professor Wilmers (Position 1395)
  • Die Perspektive ändert sich, wenn man dem Tod ins Auge blickt.
    • Kramer zu Kohler (Position 1784)
  • Wer einmal in ein Netz der Gewalt verstrickt wurde, der sieht hinter jedem Baum plötzlich einen Spion.
    • Gedanke von Melissa (Position 2094)
  • Brothers of God. Welche Ironie! So beförderten sich die Halbgötter in Weiß zu Herren über Leben und Tod.
    • Gedanke von Melissa (Position 2377)
  • Hatte nicht jeder irgendeine Schwäche?
    • Gedanke von Melissa (Position 2379)
  • Nur, weil man die Welt nicht retten konnte, durfte man nicht gleichgültig wegsehen, wenn man etwas tun konnte!
    • Gedanke von Melissa (Position 2388)
  • Diese Organisationen sind doch wie mehrköpfige Schlangen. Du kannst einen Kopf abschlagen und es wachsen zwei nach.
    • Thomas zu Melissa (Position 2675)
Januar 13 2017

Rezension zum Buch Viral von Mella Dumont

Das Buch “Viral” von Mella Dumont war ein Geschenk für Newsletter-Abonnenten.

Es handelt sich um einen Krimi. In der Geschichte geht es darum, dass kurz nacheinander zwei Patienten an einer akuten und ungewöhlich resistenten Form der Leukämie sterben. Die behandelnde Onkologin erkennt einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen und kommt schon bald einer gefährlichen Organisation in die Quere, die versucht sie auszuschalten. Doch durch ihre Zusammenarbeit mit der Polizei und guten Freunden, gelingt es ihr zu entkommen und es beginnt eine wirklich spannende Verfolgungsjagd, die leider viele Opfer fordert…

Ich kannte Mella Dumont vorher nur von der Colors of Life – Reihe und bin begeistert von ihrem Krimi. Es ist zwar zu merken, dass es eines ihrer Anfangswerke ist, aber die Story gefällt mir wirklich sehr . 🙂 Hoffentlich traut sie sich bald noch mal an einen Krimi. 😀

Januar 7 2017

Zitate aus dem Buch Der Fall Moriarty von Anthony Horowitz

Wie üblich, folgt hier nun eine Sammlung mit Zitaten aus Der Fall Moriarty von Anthony Horowitz.

  • Eine Lüge ist wie ein toter Coyote. Je länger man ihn liegen lässt, desto mehr stinkt er.
    • Spruch von Robert Pinkerton (Seite 14)
  • Es heißt, dass alle guten Amerikaner nach ihrem Tod nach Paris dürfen.
    • Spruch (Seite 75)
  • Alles ist anders, als es erscheint.
    • Jones zu Chase (Seite 246)
  • Das Bild ist trüb. Aber es nimmt doch allmählich Gestalt an.
    • Jones zu Chase (Seite 249)
  • Lernen wir nicht in der Kirche, dass das Böse eine körperliche Gestalt hat, dass wir es spüren können wie einen kalten Frost oder ein aufziehendes Gewitter?
    • seine Frau zu Jones (Seite 255)
  • Das waren keine Gentlemen. Das waren Amerikaner.
    • der Erzähler zu den Lesern (Seite 317)
  • Verbrecher sind grundsätzlich dumm, eigennützig und opportunistisch. (sinngemäß)
    • Erzähler zu den Lesern (Seite 317)
  • Das war genau der Moment, in dem ein Plan in meinem Kopf entstand, der so kühn und überraschend war, dass ich mir sofort sicher war, dass er gelingen musste.
    • Erzähler zu den Lesern (Seite 320)
  • Die größten mathematischen Erkenntnisse waren immer blitzartige Eigebungen. So war es auch mit dieser Idee.
    • Erzähler zu den Lesern (Seite 321)
  • Ich habe körperlichen Kontakt nie gemocht und Sherlock Holmes roch etwas streng.
    • Erzähler zu den Lesern (seite 325)
Januar 7 2017

Rezension zum Buch Der Fall Moriarty von Anthony Horowitz

Hier folgt nun meine Einschätzung zum neuen Sherlock Holmes Krimi Der Fall Moriarty von Anthony Horowitz.

Ich muss sagen, dass die Bücher von Anthony Horowitz immer unglaublich gut geschrieben sind und einen von Anfang an mitreißen. So war auch dieses Buch einfach toll!

Die Geschichte über den großen Widersacher von Sherlock Holmes war sehr spannend, voller beeindruckender Detektivarbeit und Wendungen. Vor allem das Ende ist immer noch eine Überraschung für mich. 😯 Ich war wirklich schockiert, weil man das einfach nicht erwartet hat. Man hat zwar gemerkt, dass irgendwas Komisches vor sich geht, aber das hat man ganz und gar nicht erwartet… Es ist schade, dass einem gleich beide geliebten Hauptpersonen so entrissen werden. Genau das macht aber die Illusion perfekt und das Buch zu einem Meisterwerk.

Die einzige Sache, die mich noch interessiert hätte war, wer nun nebenan im Hotel gewohnt. Dieses Rätsel blieb leider auch für den Erzähler ungelöst.

September 11 2016

Renzension zu “Die Frau in Weiß” von Wilkie Collins

Das Lesen vom Buch “Die Frau in Weiß” von Wilkie Collins hat etwas ehr Zeit in Anspruch genommen. Ich wurde durch Urlaub und andere Aktivitäten vom Lesen abgehalten und die veraltete Sprache verlangsamte mein Lesetempo. Zudem ist das Buch sehr dick.

In dem Buch ging es um eine verworrene Verwandtschaftsbeziehung. Die Begebeneheiten wurden durch Tagbücher und Erinnerungen der beteiligten Personen in einer Art Gerichtsverfahren dargelegt. Zwei junge Frauen, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen, geraten in einen äußerst verwerflichen Komplott. Die eine wird gegen ihren Wunsch verheiratet und ihr Mann ist lediglich auf sein Erbe im Fall ihres Todes aus. Da die Frau, die ihr ähnelt, geisteskrank ist und aus einer psychiatrischen Klinik entflohen ist, setzt er alles darn um sie ausfindig zu machen. Es gelingt ihm die beiden Frauen zu vertauschen und seine ersetzte Ehefrau stirbt an einem Herzinfarkt, wodurch ihm das Erbe zusteht. Doch der Liebhaber seiner echten Frau entdeckt, dass sie noch am Leben ist und beginnt gefährliche Nachforschungen zu betreiben.

Ich fand die Geschichte spannend und interessant und es gab viele überraschende Wendungen. Doch die alte Sprache macht es einem schwierig… Außerdem würde ich das Buch nicht ins Krimi-Genre einordnen, sondern eher den Romanen…

September 11 2016

Zitate aus Die Frau in Weiß von Wilkie Collins

Hier folgt nun eine Liste mit Zitaten aus “Die Frau in Weiß” von Wilkie Collins:

  • Ist es nicht Zu jeder Zeit und unter allen Verhältnissen menschlichen Interesses seltsam zu sehen, wie wenig die Gegenstände der natürlichen Welt, in der wir leben, unsere Herzen und Gemüther festzuhalten vermögen?
    • Gedanke von Walter, Position 863
  • Bei der Natur suchen wir Trost in Trübsal, Theilnahme in der Freude aber in Büchern.
    • Gedanke von Walter, Position 863
  • Unsere Worte sind Riesen, wo sie uns schaden, und Zwerge, wo sie uns nützen können.
    • Gedanke von Walter, Position 1023
  • Wo ist das Weib, dem es gelang, das Bild einer wahren Liebe je ganz aus ihrem herzen zu tilgen?
    • Gedanke von Marianne, Position 3352
  • Eine wahrhaft gescheite Maus ist eine wahrhaft gute Maus.
    • Graf Fosco zu seinen Mäusen, Position 3584
  • Verbrechen werden durch des Thäters eigenes Verschulden entdeckt.
    • Sir Percival zu Laura, Position 3592
  • Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch an’s Licht der Sonnen.
    • Graf Fosco zu Laura, Position 3601
  • Die Sünden der Väter sollen an ihren Kindern heimgesucht werden.
    • Gedanke von Walter, Position 8409
Mai 24 2016

Rezension – Ein sicheres Haus

Nun möchte ich euch erzählen wie ich das Buch “Ein sicheres Haus” von Nicci French fand.

Es ist ein Taschenbuch, da es nicht als ebook erhältlich ist und ist leider auch als Buch schwierig zu finden.

Das Buch ist unglaublich spannend und bleibt bis zum Ende rätselhaft, was es sehr interessant macht.

Es geht um eine junge alleinerziehende Ärztin, die von London aufs Land zieht um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Vor allem ihre kleine Tochter steht für sie im Fokus. Sie will sich in der kleinen Stadt Stamford mit einer Trauma-Station einen Lebenstraum erfüllen. Dieses Vorhaben wird ihr jedoch zum Verhängnis, als in der Nachbarschaft ein Ehepaar ermordet wird und deren jugendliche Tochter überlebt. Da es keine Verwandten gibt und das Mädchen seelisch sehr verschlossen ist, wird Sam gebten auf das Mädchen aufzupassen, da die Möglichkeit besteht, dass der Mörder noch hinter ihr her ist.

So kommt es, dass das Leben von Sam wie gewohnt drunter und drüber geht und das aufgenommene Mädchen plötzlich verschwindet und tot aufgefunden wird. So auch der Lebenspartner von Sam… Hatten die beiden etwa eine Affäre?

Das Ende hat sehr schockiert und überrascht, jedoch auch enttäuscht, da viele Fragen ungeklärt bleiben…