Juni 25 2022

Pandas auf künstlerischer Exkursion mit Vincent van Gogh

Vincent van Gogh war ein niederländischer Impressionist und ist wohl einer der bekanntesten Maler und das obwohl er nur 37 Jahre alt wurde. Die meisten seiner fast 2.000 Werke erschuf er in seinen letzten 10 Lebensjahren. 😯

Grund genug ihm eine besondere Art der Ausstellung zu widmen, von denen wir zwei verschiedene kurz hintereinander besuchen konnten. 🙂

Die erste hieß “Van Gogh Alive” und fand von Ende März bis Anfang Juni in Hamburg statt. Es wurde empfohlen vorab Tickets zu kaufen um Wartezeiten zu vermeiden. Da die Zeitfenster online auch schon sehr ausgebucht waren, gingen wir lieber kein Risiko ein und buchten uns für Samstag, den 04.06. um 18:00 Uhr Tickets. Der Preis von 25€ war allerdings recht stattlich.

Der Einlass ging dann auch schnell, weil nur die Codes einmal eingescannt wurden. An der Abendkasse standen allerdings auch noch ein paar Nachzügler an. Der erste Teil der Ausstellung war das nachgebaute Schlafzimmer von Vincent. Das Motiv stammt aus einigen seiner bekanntesten Gemälden.

Vincents Schlafzimmer
Vincents Schlafzimmer

Danach konnte man sich als Mini-Kunstdrucke weitere Gemälde von van Gogh ansehen und bekam dazu ein paar Hintergrundinfos an die Pfote. Seine wichtigsten Lebensabschnitte wurden ebenfalls beschrieben. Hatte man sich hier mit Infos vollgepumpt, ging es weiter in den Hauptteil der Show. Es handelt sich um drei miteinander verbunde Räume, in denen eine Art musikalisch untermale Diashow gezeigt wurden. Man stand oder saß an den Wänden und um einen herum wurden Kunstwerke projiziert. Das konnte mal nur eins rundherum sein, wie zum Beispiel der Mandelbaum in Blüte oder auch mehrere zeitgleich, wie z.B. diverse Blumenvasen. Das Aus- und Einbelenden der Bilder wurde dabei sehr passend von der klassischen Musik untermalt, was wirklich toll war. Besonders an der Diashow war auch, dass die Gemälde zum Teil animiert wurden. So verlor der blühende Mandelbaum seine Blüten, die Krähen flogen über das Weizenfeld oder es flogen Sternschnuppen durch die Sommernacht.

Insgesamt verbrachten wir wohl etwa eine Stunde in der Ausstellung, bevor wir am Ende in den Shop kamen. Dort nahmen wir als Souvenir noch einen Magneten mit. 😉 Leider waren wir etwas ernüchtert, dann wir hatten fast 45 Minuten mit der Diashow zugebracht, es war wirklich voll, warm und stickig und ansonsten gab es eigentlich nichts zu sehen. Dafür waren 25€ einfach zu viel. 🙁

 

Nichtsdestotrotz wollten wir auch die zweite Ausstellung “Van Gogh – The Immersive Experience” besuchen, die von Juni bis August in der HanseMesse in Rostock hausiert. Da wir diesmal nicht alleine dorthin wollten, kauften wir die Tickets erst vor Ort. Das war auch gar kein Problem, denn im Gegensatz zur Ausstellung in Hamburg, war hier kaum etwas los. 😯 Die Tickets kosteten am Wochenende 22€.

Bereits zu Beginn der Ausstellung lockte ein großes Selbstporträt des Künstlers als Fotopoint, weiter ging es durch ein Sonnenblumenfeld in 3D. Im ersten Teil hingen dann einige gerahmte Kunstdrucke mit Infos zu van Gogh und in kleineren Nebenräumen liefen Diashows.

In einem weiteren Raum gab es ebenfalls eine Nachbildung von Vincents Schlafzimmer. Dieses hier wirkte allerdings sehr real. Vermutlich, weil hier tatsächlich alles mit echten Gegenständen nachgebaut war und die Wände nicht, wie in Hamburg, nur gemalt waren. 😮

Schlafzimmer in Arles
Schlafzimmer in Arles

Nachdem wir auch hier noch einige Infos zum Leben und Schaffen van Goghs mitgenommen hatten und auch erfahren hatten welchen Preis man für seine teuersten Bilder hinblättern muss, ging es nun in den immersiven Teil der Ausstellung. Man kam hier in einen großen Raum, wo auf Wände und Boden Gemälde mit musikalischer Untermalung projiziert wurden. Das Prinzip war also ähnlich dem von “Van Gogh Alive”. Allerdings musste man hier nicht auf dem Boden sitzen oder stehen, sondern hatte bequeme Sitzbänke. Dadurch, dass die Projektion hier auch auf dem Boden stattfand, war man ein bisschen wie im Kunstwerk drin. Das wirkte vor allem im Sonnenblumenfeld oder in der Mandelblüte sehr hübsch. Auch hier wurden die Bilder teilweise animiert präsentiert.

Auch hier dauerte die Diashow etwa 45 Minuten. Danach kam man noch in einen Bereich der virtuellen Realität. Hier konnte man in einem 10 minütigen VR-Brillen-Trip einen Tag im Leben von van Gogh durchleben. Für diese Attraktion hätte man nochmal 3€ zahlen müssen und da wir davon keine Fans sind, ließen wir diesen Teil aus. Zum Schluss ging es noch in den Shop, wo wir uns noch ein Heft zur Ausstellung und ein Bastelsouvenir kauften. Insgesamt waren wir fast 2 Stunden in der HanseMesse. 🙂

Schlussendlich haben uns beide Ausstellungen gefallen, aber im direkten Vergleich hat “The Immersive Experience” einfach mehr zu bieten gehabt und war dann auch noch preiswerter! Auch wenn die weiße Schrift auf schwarzem Grund in den Infobereichen anstrengend und es auch hier warm und stickig war, ist das unser klarer Sieger. 🙂

Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,
Copyright 2018 by Ronnie & Ana. All rights reserved.

Veröffentlicht25. Juni 2022 von Ana in Kategorie "Deutschland", "Hamburg", "Mecklenburg-Vorpommern", "Reiseziele", "Rezensionen", "Sehenswürdigkeiten", "Show

Über den Autor

Mein Name ist Anastasia, aber alle nennen mich nur Ana. Eigentlich bin ich schon über 10 Jahre alt, aber da ich neu entdeckt wurde, bin ich am 12.09.2015 quasi neugeboren. Ich bin etwa 12cm groß und bin ein Großer Panda.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.