August 30 2021

Zwei abenteuerlustige Pandas im Schlafstrandkorb

Wir hatten es schon länger mal vor und jetzt haben wir es gewagt! 😯 In Heikendorf bei Kiel haben wir eine Nacht im Schlafstrandkorb verbracht – wie es war erfahrt ihr hier.

Die Onlinebuchung war relativ unkompliziert, sofern man ein passendes Zeitfenster zur Verfügung hat. Am Wochenende ist der Strandkorb nämlich meistens ausgebucht und wir entschieden uns für eine Buchung von Montag auf Dienstag. Die Nacht kostet ca. 70,00€ plus Kurtaxe.

Gespannt fuhren wir also am Montag nach Heikendorf und mussten erstmal Zeit totschlagen. Leider kamen wir nämlich viel zu früh dort an und da die Touristinfo lange Mittagspause hat, mussten wir tatsächlich bis 15:00 Uhr warten um die Schlüssel zu bekommen. 🙁

Man bekam mit den Schlüsseln für den Strandkorb und die öffentliche Toilette, auch noch eine Duschkarte, einen Müllbeutel und Desinfektionsmittel.

Neugierig machten wir uns mit dem ersten Gepäck auf zu unserem Domizil. :mrgreen: Der Strandabschnitt in Heikendorf ist ziemlich klein, aber sehr sauber. Der Schlafstarndkorb steht in vorderster Reihe und ist dort der einzige seiner Art. Ringsrum stehen lediglich normale Strandkörbe, die auch gut besucht waren.

Strand von Heikendorf
Strand von Heikendorf

Beim Öffnen des Verdecks kam der Schock: Es gab keinerlei Bettzeug! Auch wenn Ende August war, war es doch ziemlich frisch und wir hatten lediglich unsere Kopfkissen und zwei Kuscheldecken sowie warme Socken für kalte Nächte dabei. Wir überlegten hin und her und letztendlich fragten wir im Strandhotel Seeblick nach, ob man uns wohl Bettdecken leihen könnte. Leider war das Hotel komplett ausgebucht. Trotzdem bot die nette Angestellte uns einige Wolldecken an, die wir gerne entgegennahmen. 🙂

So bepackt erkundeten wir unseren Schlafplatz etwas gründlicher. Am Fußende gab es ein Fach unter der Matratze für die Schuhe. Am Kopfende befand sich ein kleines Regal mit Fächern für Handy, Portemonnaie und Schlüssel. Hinter der verstellbaren Rückenlehnen gab es noch ein größeres Fach für Gepäck, aber da war Vorsicht geboten, denn unten war feuchter Sandstrand. An den Innenseiten befand sich jeweils ein kleiner Tisch zum Hochklappen, eine kleine magnetische Lampe sowie ein Bullauge mit Milchglasabdeckung. Im Verdeck des Strandkorbs befand sich ein größeres Bullauge, das man zum Schlafen verhängen konnte. Das Verdeck selbst konnte nachts von innen verriegelt werden, sodass niemand reinkommen konnte.

Die Aussicht direkt auf’s Meer war wunderschön und es gab einen fantastischen Sonnenuntergang. Den Abend vertrieben wir uns mit Hangman. 😛

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang

Vor dem Schlafen mussten wir dann nochmal das öffentliche WC aufsuchen. Das war ziemlich gewöhnungsbedürftig. Überall waren Spinnen und es gab keine richtige Ablagefläche für Zahnbürste und Co. 😮

Nachts war es trotz dicker Kleidung und Decken dann doch ziemlich frisch und vor allem ziemlich eng zu zweit auf 1,20m Liegefläche. Ich fand es außerdem auch viel zu laut. Das Örtchen war zwar friedlich, aber die großen Schiffe, die nur ein paar Meter von der Küste entfernt fuhren, waren in der Stille der Nacht sehr störend. 🙁 So schliefen wir beide nicht grade viel oder erholsam.

Mein Schiff
Mein Schiff

Am Morgen wurden wir dann von einer FKK-Badetruppe geweckt. 😀

Da im Übernachtungspreis auch kein Frühstück enthalten war, buchten wir uns dafür ebenfalls im Strandhotel ein. Pünktlich trafen wir ein und mussten erstmal eine Weile auf die Bedienung warten, die uns einen Tisch zuteilte. Das Buffet war mehr als überschaubar… Es gab lediglich Brot und Brötchen, diverse Aufschnitte und Konfitüren, Rührei und Würstchen. Sogar die Getränke (außer Tee oder Kaffee) mussten separat bestellt und bezahlt werden. Richtig gut fand ich lediglich den Obstsalat und auch Ronnie war schwer enttäuscht. Immerhin bezahlten wir pro Nase 14,50€. 😯

An sich war die Nacht trotzdem eine tolle Erfahrung, insbesondere der unverbaute Blick auf’s Wasser war himmlisch. Wir würden es jedoch nur bei wärmeren Temperaturen empfehlen und, egal wo, unbedingt drauf achten, ob Bettzeug enthalten ist oder nicht! In unserem Buchungsprozess gab es tatsächlich nur einen winzigen Hinweis dazu, den wir einfach übersehen haben. 🙁

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Veröffentlicht30. August 2021 von Ana in Kategorie "Deutschland", "Reiseziele", "Rezensionen", "Schleswig-Holstein", "Unterkunft

Über den Autor

Mein Name ist Anastasia, aber alle nennen mich nur Ana. Eigentlich bin ich schon über 10 Jahre alt, aber da ich neu entdeckt wurde, bin ich am 12.09.2015 quasi neugeboren. Ich bin etwa 12cm groß und bin ein Großer Panda.

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