Januar 10 2020

Pandas in Action! Bäronomicon – Teil 2: Das Spiel

Da wir im ersten Beitrag zu Bäronomicon bereits ein Plüschi erstellt haben, wollen wir uns nun endlich dem Spiel widmen!

Dazu versammeln sich die Spieler (mindestens 2, maximal (unserer Meinung nach) 6) und der Plüschmeister an einem Ort. Grundsätzlich funktioniert es wie ein gewöhnliches Pen & Paper Rollenspiel. Der Plüschmeister erzählt eine Geschichte und die Spieler sagen ihm, wie ihre Figuren agieren bzw. was sie machen.

In unserem ersten Abenteuer erhielten wir von der Plüschi-Organisation PENG (Plüschis im Einsatz als Nächtliche Gefährten) den Auftrag, nach einem neugeborenen Kind in unserem Haus zu schauen.

Unsere Gruppe bestand in diesem Abenteuer aus einem Superhelden-Hund (Smyrre), einer hellsehenden Eule (Eulon) und einem rauflustigen Koala (Rio). Ich habe dabei die Rolle des Plüschimeisters übernommen. Die erste Aufgabe der Gruppe bestand nun darin, herauszufinden wo das Kind wohnt.

Die Spieler haben also überlegt und kamen, nach einem Hinweis des Plüschimeisters, auf die Idee, eine Bande von abenteuerlustigen, jungen Plüschis mit Keksen zu bestechen, da diese die gewünschte Information hatten. Zum Glück wusste der Koala, wo sich in der heimischen Wohnung die Kekse befinden. Also versuchte die Gruppe nun, den Süßigkeitenschrank zu öffnen. Hierzu war die erste Probe nötig.

Im Gegensatz zu anderen Rollenspielen, bei denen Proben ausgewürfelt werden, werden bei Bäronomicon die Proben mit Karten ausgeführt.

Dies funktioniert folgendermaßen:

  1. die zu benutzende Knuddelkraft oder Stärke wird ausgewählt
  2. die Punkte der ausgewählten Knuddelkraft bzw. Stärke wird mit den Punkten der kombinierbaren Gegenstände und des Attributes addiert
  3. der errechnete Wert wird für die Probe vom Nachziehstapel gezogen
  4. alle Karten auf der Hand werden nun nach dem Symbol des benötigten Attributs durchgeschaut
  5. beliebig viele Karten mit dem benötigten Symbol werden offen ausgelegt
    • die Anzahl der abgelegten Karten darf den Wert der neu gezogenen Karten aber nicht überschreiten
    • die Zahlen von zwei bis zehn sowie das Ass zählen je einen Punkt
    • Bildkarten (Bube, Dame und König) zählen zwei Punkte
    • zusätzlich zählt jede Karte die eine Straße bildet einen weiteren Punkt
    • du darfst außerdem eine Karte aus dem gemeinsamen drei Karten-Pool benutzen
  6. vergleicht jetzt die Anzahl der erzielten Punkte mit der Schwierigkeit der Probe (Leicht: drei Punkte, Normal: fünf Punkte, Schwer: acht Punkte, Extrem: zwölf Punkte, Legendär: 17 Punkte)
  7. Hast du mehr Punkte als benötigt erzielt? Sehr gut! für jeden Extrapunkt erhälst du ein bestärkendes “Und”. Das heißt, du erhälst einen zusätzlichen, positiven Effekt. Bei vier Punkten mehr erhältst du sogar einen weißen Knopf!
  8. Hast du weniger Punkte erzielt? Mist! Für jeden Punkt unter der Schwierigkeit erhälst du ein negatives “Aber”.
  9. Hast du die Karte des Untergangs gezogen? Mist! Du darfst nun nur Punkte erzielen, um die Probe mit einem “Aber” zu bestehen.
  10. Hast du gar keine Punkte erzielt? Verflixtes Pech! Die Probe ist ein “Desaster” und endet mit einer ziemlichen Blamage oder einem hohen Verlust an Energie!
  11. am Ende der Probe werden so lange Karten abgelegt, bis die Anzahl der Karten auf der Hand gleich der Anzahl der Karten des Energiewertes entspricht

Hier ein Beispiel: Nehmen wir an, ich möchte auf einen Schrank klettern. Dazu wähle ich meine Knuddelkraft “Poof!”. Da diese zur Stärke “Ninja” gehört, erhalte ich drei Punkte für “Poof!” und zwei Punkte für “Ninja”. Dazu kommen drei Punkte für Geschick, also insgesamt sieben Punkte. Ich ziehe nun sieben Karten, die ich den fünf Karten auf meiner Hand hinzufüge. Von diesen zwölf Karten lege ich nun maximal sieben Karten ab. Diese dürfen aber, da die Probe auf Geschick abzielt, nur das Kreuz-Symbol haben. Dann wird geschaut, wie viele Punkte ich erzielt habe. In diesem Beispiel lege ich nun die Sechs, die Sieben, die Acht sowie den Buben ab. Da Sechs, Sieben und Acht aufeinander folgen, erziele ich damit 6 Punkte (je 1 Punkt pro Zahlenkarte und je 1 weiteren Punkt pro Karte, da es sich um eine Straße handelt). Der Bube gibt mir 2 weitere Punkte, womit ich auf 8 komme. Da es eine normale Probe ist und ich die dafür benötigten 5 Punkte übertroffen habe, gelange ich also ohne Probleme auf den Schrank. Allerdings erhalte ich keinen Knopf, da ich nur 3 Bonuspunkte erzielt habe und keine 4. Schade! 🙁

Bildkarten unseres Bäronomicon Kartensatzes
Bildkarten unseres Bäronomicon Kartensatzes

Eine Probe wird eigentlich nur dann angesetzt, wenn der Ausgang einer Aktion unbestimmt ist. Zum Beispiel ist es nicht nötig, zu prüfen ob es einem Plüschi gelingt, den Flur entlang zu laufen. Will es dies jedoch heimlich und unbemerkt tun, so ist eine Probe erforderlich.

Der Gruppe gelingt es also, den Schrank zu öffnen und für die Rasselbande Kekse zu holen. Dafür erhalten sie die Information, dass ihr Ziel in der hinteren Erdgeschosswohnung in der linken Gebäudeseite ist.

Damit ist die zweite Aufgabe klar: In das Erdgeschoss gelangen und nach dem Rechten sehen. Zum Glück für die Plüschis wissen ihre Menschen um das Geheimniss, dass sie lebendig sind. Denn normalerweise wissen Menschen dies nicht und sollen es auch unter keinen Umständen erfahren! Leider sind diese gerade nicht da. Jedoch hat die Wohnung einen Türwächter in Form eines Plüsch-Einhorns, dass den Helden im Austausch für einen Keks nur zu gerne hilft.

Wie schwer oder leicht es die Helden haben und wie viel Hilfe sie bei ihren Aufgaben erhalten, liegt also ganz im Erachten des Plüschmeisters. 😉

An dieser Stelle sei nur noch gesagt, dass die Helden es natürlich geschafft haben, die Schergen des schwarzen Mannes zu besiegen, die ihre Griffel nach dem Kind ausgestreckt haben. Dabei haben sie sogar noch einen neuen Freund gewonnen.

Außerdem sind sie keinen Haustieren begegnet. Hunde erachten Plüschis nämlich als Eindringlinge in ihrem Revier, bis man ihnen klar macht wer hier das Sagen hat! Katzen sind eher stille Beobachter, die Plüschis für gewöhlich in Ruhe lassen.

Uns gefällt Bäronomicon sehr sehr gut und wir werden bestimmt noch viele tolle Runden spielen! 🙂


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Veröffentlicht10. Januar 2020 von Ronnie in Kategorie "Rezensionen", "Rollenspiel", "Spielecke

Über den Autor

Ich bin ein roter Panda. Ursprünglich stamme ich aus dem Zoo Blijdorp in Rotterdam, wo meine Menschen mich entdeckten und mitnahmen. Seitdem lebe ich bei ihnen und lernte dort meine Ana kennen. Ich kann natürlich nicht wirklich sprechen, sondern kommuniziere telepathisch. Zudem besitze ich geheime Ninja-Fähigkeiten.

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